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Museen - Bergbaumuseum

Museen - Bergbaumuseum

In Prettau im Ahrntal wurde über ein halbes Jahrtausend lang nach Kupfer geschürft. Das Verwaltungszentrum des Bergwerkes lag in Steinhaus. Im dortigen Kornkasten, dem Lebensmittelmagazin des Bergwerkes, befindet sich seit Herbst 2000 das Bergbaumuseum Steinhaus.
Im Mittelpunkt der Präsentation steht die reichhaltige bergbaukundliche Sammlung der Familie Enzenberg. Wertvolle Holzmodelle von Einrichtungen des Bergwerks, Gemälde und kunstvoll verzierte Grubenkarten, Bücher, Dokumente und Fundstücke aus dem Bergwerk lassen die Geschichte des Bergbaus im Ahrntal wieder aufleben.

Aktuelles aus dem Bergbaumuseum

In vier Hauptthemen ist der Inhalt aufbereitet.

  • Dem Erz auf der Spur: Als der Bergbau zu Beginn des 15. Jahrhunderts seine erste Blüte erlebte, durchwanderten die Erzsucher ganz Tirol. Sie suchten mit der Wünschelrute nach Erz und waren auch durch genaue Beobachtung der Natur imstande, auf Erzlager im Boden zu schließen. Meistens spürten die Erzsucher das Erz auf der Oberfläche auf, wo der Ausbiss war und gruben ihm nach. In Prettau befand sich der Ausbiss knapp oberhalb der Waldgrenze in der Nähe des Rötkreuzes auf etwa 2000 m Meereshöhe.
  • Das Leben der Knappen und Gewerken: Die Arbeit der Bergleute war gefährlich und gesundheitsschädigend. Der Berg war unberechenbar und eine ständige Bedrohung für Leib und Leben der Knappen. Das Bewusstsein, ständig in Gefahr zu sein, führte zu einer Frömmigkeit, die man den Knappen aufgrund der Berichte über Rauflust und Aufmüpfigkeit gar nicht zutrauen würde. Kaum ein Berufsstand verfügte über so viele Schutzheilige und hat mehr Kirchen, Kapellen, Bildstöcke und Wegkreuze gestiftet als die Bergleute.

  • Das Kupfer fließt: Das Prettauer Kupfer hatte immer schon einen besonderen Ruf, es galt als sehr dehnbar. Diese hervorragende Qualität war vor allem den Schmelzern zu verdanken, deren handschriftliche Notiz über das „Schmölzen„ im Museum zu sehen ist. Das Kupfer kam in Form der sogenannten Kupferrosetten in den Handel.
  • Die virtuelle Wunderkammer: Die bergbaukundlichen Modelle waren ursprünglich in der Modellkammer im Ansitz Gasegg untergebracht. Anlässlich der Museumsgründung wurden alle Gegenstände in den Kornkasten übersiedelt. Für den Museumsbesucher ist die ursprüngliche Modellkammer virtuell zugänglich: Die Workstation „Virtuelle Wunderkammer„ ermöglicht dem Benützer die Modelle per Mausklick aus dem Regal zu nehmen, zu drehen und in ihren Funktionen zu animieren.

  • Ein Blick in den Museumsshop:



Bei Voranmeldung (Gruppen ab 15 Personen) sind auch Führungen außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Adresse:
Südtiroler Bergbaumuseum im Kornkasten
Kornkasten Nr. 99
I-39030 Steinhaus/Ahrntal

Tel. 0474 651043 - Fax 0474 651326
E-Mail: kornkasten@bergbaumuseum.it - johann.leiter@bergbaumuseum.it
Link: http://www.bergbaumuseum.it/

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